Einschlafen und Durchschlafen........

 

Menschen sind rhythmische „Tiere“. Durch unseren Verstand und der damit verbundenen Lebensweise haben wir unseren Rhythmus über Bord geworfen – mit schwerwiegenden Folgen.

 

Um gut schlafen zu können, sollten wir:

 

immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen,

 

deutlich vor Mitternacht, da die Stunden vorher doppelt zählen. Wer also um 22.00 h schläft, hat bis Mitternacht bereits 4 Stunden Erholung gehabt. Dann noch 3-4 Stunden und man wacht ausgeruht und fit auf. Es deutet also nichts auf eine Schlafstörung hin........ Ich kann die geschenkte Zeit hoffentlich gut nutzen.

 

Da das Schlafbedürfnis sehr unterschiedlich ist – zwischen 6 und 10 Stunden täglich - sollte ich als erstes herausfinden, wieviel Schlaf ich tatsächlich brauche. Entscheidend ist der Zustand am nächsten Morgen. Bin ich fit und ausgeruht ist alles okay.

 

Als Einschlafhilfe bitte ein Ritual entwickeln, also immer das gleiche tun: z.B. eine Runde um den Block spazieren, das hilft, Abstand zum Tag zu gewinnen, auch wenn es regnet oder kalt ist. Dann eine heiße Milch mit Honig oder einen Beruhigungstee kochen, ins Bett gehen – Achtung keine Technik, also weder Smartphone, noch Fernseher noch Computer noch Funkwecker oder Radio am Bett haben – schlückchenweise den Tee trinken, das Zimmer ist abgedunkelt aber nicht ganz dunkel, also mit Teelicht oder Nachtlicht in der Steckdose versehen. Und dann braucht es Geduld. Man darf sich im Bett langweilen. - Wenn das nicht funktioniert, dann bitte mit pflanzlichen Präparaten weiter probieren, z. B. Baldriaparan für die Nacht (braucht ca. 30 min. bis es wirkt und bei 10 % der Menschen wirkt es offenbar als Aufputschmittel). Neben Baldrian funktioniert auch die Passionsblume gut: PassiFlora von Curarina. Alle anderen Pflanzen, die in den Beruhigungstees enthalten sind, können auch helfen. Es lohnt sich auch immer über Johanniskraut nachzudenken, als Tee oft zu schwach, bei Aldi und Budni zwar preiswert aber nicht ausreichend hochdosiert. In der Apotheke sich beraten lassen.

 

Wenn die Nacht zu früh zu Ende ist und ein Zerschlagenheitsgefühl vorhanden ist, bitte noch einmal einen Tee kochen und schlückchenweise trinken.

 

Vorsicht vor chemischen Schlaf- oder Beruhigungsmittel: machen abhängig!!!!! Pflanzen können besser regulieren.

 

Wichtig ist es natürlich auch, tagsüber Entspannung zu üben. Z.B.über längere Waldspaziergänge, ein duftendes Wohlfühlbad, Yoga und Meditation täglich, Massagen.......Das Problem ist häufig, dass wir Stressgeplagte einen sehr gut funktionierenden Sympathikus haben, der uns superschnell auf 180 Touren bringt und für eine gute Leistungsfähigkeit sorgt, aber der Gegenspieler, der Parasympathikus oder Vagus oder der 10.Hirnnerv schläft tief und fest, wird selten gebraucht, weil er erst nach 20 min (!!!!) überhaupt aktiv wird. Aufgabe wäre es also, den Dornröschenschlaf des Vagus mehrmals am Tage zu unterbrechen. Stellen Sie sich bitte einmal ein Auto ohne Bremse vor, nur mit dem Gaspedal würden wir auch nicht weit kommen

 

 

Ayurvedische Ernährungsempfehlungen bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises

 

Es empfiehlt sich auf alle Fälle eine Schonkost, ohne Schweinefleisch und Alkohol und immer gekocht! Keine Rohkost.

 

Ayurvedisch wird immer mit Ghee gekocht: Ghee ist geklärte Butter, also ohne tierisches Eiweiß. Kann man selber machen oder kaufen (Reformhaus oder Butaris).

 

3 Gewürze sollten immer dabei sein: Mutterkümmel = Cumin, Gelbwurz = Tumeric und Koriander. Alles gemahlen. Man erhitzt Ghee und röstet die Gewürze an, bis es angenehm durftet, dann kommt kleingeschnittenes Gemüse dazu und wird in der Fett/Gewürzmischung geschwenkt. Danach erst Wasser (wenig) zufügen, Gemüsebrühe und Pfeffer oder Salz und Pfeffer und 20 min dünsten. Vor allem Gelbwurz ist gut für die Leber! Die Amerikaner wollten sich das schon patentieren lassen!! In Kapselform, als Medikament ist es erhältlich. Letzten Endes ist der Dreiklang aber wichtig. Und immer 3 Gemüsesorten verwenden.

 

Als Alternative und zusätzlich, je nach Gemüsesorten empfehlen sich die drei heiligen Zwiebeln: Normale Zwiebel, Knoblauch und Ingwer. Kann auch immer mit dabei sein.

 

Erste Erfolge sind meist nach 3 Monaten spürbar.

 

Einen Versuch wert wäre auch: 1 TL Gelbwurzpulver in einer Tasse warmer Milch verrühren und nüchtern morgens trinken.

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Ergänzt im Januar 2016